Internationaler Tag „Kakao und Schokolade“

Der internationale Tag „Kakao und Schokolade“ rückt jedes Jahr im Herbst, wenn in den Tropen die Erntezeit beginnt,den Fokusauf die gesamte mit Kakao verbundene Produktionskette. In Deutschland ist der Schokolade die Aufmerksamkeit gewiss, denn: Schokolade erfreut sichhierzulande höchster Beliebtheit.Im Jahr 2017 aß jeder Bundesbürger im Durchschnitt 9,12 Kilogramm Schokoladewaren (Quelle: BDSI / Statistisches Bundesamt).

Und während derzeit in den Schokoladen-Firmen in Deutschland die Produktion von Hohlfiguren und Saisonartikeln für die Weihnachtszeit seit Wochen auf Hochtouren läuft, beginnt im Oktober in den Anbauländern wie Ghana oder der Côte d'Ivoire, aus denen mehr als 70 Prozent des in Deutschland verarbeiteten Kakaos stammt, die Erntezeit. Dort werden in den nächsten Wochen und Monaten die Kakaobohnen produziert, aus denen dann im Jahr 2019 unter anderem Weihnachtsmänner, Nikoläuse und andere Leckereien werden.Eine gute Nachricht für alle Schokoladenliebhaber kommt von den Experten der ICCO, der Internationalen Kakao-Organisation, die für diese Saison stabile Ernteerträge im Vergleich zum Vorjahr erwarten.

 

 

Die Kakaoernte ist nach wie vor Handarbeit und erfordert viele einzelne Schritte bis aus der Frucht am Baum die getrocknete Kakaobohne wird. Zunächst werden die Kakaofrüchte vorsichtig einzeln per Hand vom Baum getrennt. Die geernteten Früchte öffnen die Farmer anschließend unter Zuhilfenahme von zum Beispiel einem Stock, um die frischen Samenstränge, die Pulpe, zu entnehmen. Die Samen werden in Bananenblätter eingewickelt und gären geschützt für circa eine Woche gut eingepackt in einer zuvor ausgehobenen Mulde im Boden. Diese Fermentation, die auch in Kisten erfolgen kann, ist der erste wichtige Schritt für die Aromabildung und bestimmt die Qualität für die weitere Verarbeitung. Anschließend trocknen die Bohnen rund zehn Tage meist unter freiem Himmel, idealerweise auf großen siebartigen Tischen oder in gut belüfteten und ventilierten Trockenplätzen. Anschließend werden die getrockneten Kakaobohnen in 60 bis 70 Kilogramm schwere Säcke verpackt und zur Weiterverarbeitung und Veredlung zu den großen Containerhäfen verbracht. Von dort reisen die Kakaobohnen zum Beispiel nach Deutschland zur Weiterverarbeitung - zum Beispiel zu einem Schokoladen-Weihnachtsmann.